Neue Formate für „kurvenlinfix“ und neues Kurvenlineal „kurvenformfix“

Auf der HOLZ-HANDWERK in Nürnberg 2008 präsentierte ProTus das bewährte Kurvenlineal „kurvenlinfix“ zum Herstellen von Modellen in 3 neuen Querschnittsgrößen und 6 neuen Lieferlängen. Die Bezeichnungszusätze „kurvenlinfix“- mini, medi und maxi runden die Palette mit insgesamt 9 Liefervarianten ab. Generell gilt: Je kleiner der Querschnitt desto kleiner der zu fräsende Radius. Je größer der Querschnitt desto homogener der Schwung bei flachen und zugleich langen Bögen.

ProTus stellte in der Halle 12/ 507 erstmals das neue Kurvenlineal „kurvenformfix“ vor. Im Gegensatz zu dem bereits bekannten „kurvenlinfix“ behält das „kurvenformfix“ die gebogene Form bei. Das ist immer dann wichtig, wenn kein Aufriss 1:1 und keine Konturlinie bekannt ist, an der sich die Kante des „kurvenlinfix“ anlegen ließe, denn in einigen Anwendungsfällen muss die Form direkt vom örtlichen Bauobjekt abgenommen werden, und zugleich formstabil bleiben.

  Messeneuheit „kurvenformfix“ Messeneuheit „kurvenformfix“
„kurvenlinfix“ und die Messeneuheit „kurvenformfix“
 

Bogenfräsanschlag „bogus“ mit verfeinerter Technik

Seit der „Ligna“ 2007 gibt es den Bogenfräsanschlag „bogus“ mit verfeinerter Technik. So verfügt der „bogus“ zum Nutzen der Kunden über zusätzliche Führungsgriffe, die einen komfortablen Werkstückvorschub mit einer optimalen Handhaltung gewährleisten. Die Griffstellung kann über einen Rastbolzen gelöst und um 90° gedreht werden. Nach der Drehung rasten die Griffe automatisch wieder ein. So können in Bezug auf die Krümmung des Bogens ( Segment- oder Rundbogen ) zwei Stellungen voreingestellt werden. Die Haltegriffe haben den Durchmesser eines Fahrradlenkers und sind gemäß der Körperhaltung und der erforderlichen Andruckkraft ergonomisch geneigt. Das hat zur Folge, dass die Vorschubgeschwindigkeit bei entsprechendem Gegenholz mühelos angepasst werden kann.

   
  Bild: Kurvenlinfix
Zusätzliche komfortable Führungsgriffe für den „bogus“.
 

Kurvenfräsanschlag "kurvus" -Treppenbau

Der neue Kurvenfräsanschlag "kurvus" -Treppenbau ist die praktische Fräsvorrichtung für lange- und kurvenförmige Kanten an Treppenwangen, Ladentresen oder Modellen für große Werkstücke. Kernstück des Fräsanschlags ist eine Kantleiste aus hochzähem, aber biegsamen Spezialkunststoff mit integrierter Metallverstärkung. "kurvus" -Treppenbau wurde erstmals in zwei Ausführungen auf der "fensterbau frontale" 2006 in Nürnberg gezeigt.

   
  Bild: Kurvenlinfix
Die Kantleiste wird einfach an der Konturlinie angelegt.
 

Kurvenlineal zum Anschrauben "kurvenlinfix"

Auf der „fensterbau frontale“ 2004 in Nürnberg präsentierte ProTus erstmals das neue Kurvenlineal zum Anschrauben „kurvenlinfix“. Das Kurvenlineal besteht aus einem hochelastischen Kunststoff der zäh und flexibel zugleich ist. „kurvenlinfix“ lässt sich von Hand in nahezu jede beliebige Bogen- oder Kurvenform biegen. Es eignet sich hervorragend zum Anschrauben an MDF- oder Spanplatten zur schnellen Herstellung von Modellen. Zur Befestigung eignen sich handelsübliche Senkschrauben 4 x 30. Das Kurvenlineal liegt dabei mit der Kante an einer vorgegebenen Linie an, die Kontur wird am Kopierring ausgefräst.

   
  Bild: Kurvenlinfix
Die Kontur wird am Kopierring exakt ausgefräst.
 

Kurvenfräsanschlag "kurvus"

Seit Juni 2003 ist auch die zweite Innovation von ProTus, der Kurvenfräsanschlag „kurvus“ lieferbar. „kurvus“ ist eine absolute Weltneuheit. Die Kurvenfrästechnik „kurvus“ fräst benutzerdefinierte Kurven, Wellen und Schweifungen ohne Schablone am groben Bandsägeschnitt. Kernstück der neuen Kurvenfrästechnik ist das sog. Kurvenlineal, dass sich von Hand in jede beliebige Kurvenform biegen lässt und die gebogenen Form beibehält. Das Kurvenlineal lässt sich dann kinderleicht in eine Vorrichtung einklippsen, und anschließend in eine statisch starre Form feststellen. Das Werkstück kann wahlweise mit einrastbaren Tragarmen gespannt werden, so dass eine sichere Handhaltung an den Griffen erfolgen kann. Alternativ können Werkstücke mit unbegrenzter Breite auch festgeschraubt werden. Hierbei kann der Anlaufring dann wahlweise oben oder unten laufen. Das Arbeiten mit Vorschub ist hier ebenso möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Menupunkt „Produkte“.

 
  Herr Thürey/ Betriebsleiter in der Tischlerinnung Hamburg mit dem Kurvenfräsanschlag "kurvus".
Herr Thürey / Betriebsleiter in der Tischlerinnung Hamburg mit dem Kurvenfräsanschlag „kurvus“.
 

Bogenfräsanschlag "bogus"

Die erste Entwicklung, der Bogenfräsanschlag „bogus" ist eine praxisgerechte Vorrichtung zum Fräsen von Rund- und Segmentbögen auf der Tischfräsmaschine. Das Besondere an dieser Innovation ist die Umsetzung eines mathematischen Prinzips in eine nutzbringende Anwendung. Schon „Thales von Milet" 624 - 544 v. Chr. wußte, ein in einem Bogen einbeschriebenes Dreieck hat stets den gleichen Scheitelwinkel, und zwar unabhängig davon wo sich der Scheitelwinkel auf der Bogenlinie befindet, „Thalessatz". Die Anwendung des mathematischen Prinzips in der Praxis bringt unseren Kunden im Sektor der Rundbogenfertigung entscheidende Vorteile.
Der Anwender nutzt seine vorhandene Maschine (Tischfräse) und sein vorhandenes Werkzeug und fräst am groben Bandsägeschnitt in einem Arbeitsgang den Bogen maßgerecht aus. Durch die Ersparnis herkömmlicher Vorarbeiten, wie Schablonenanfertigung, Aufrisserstellung arbeiten unsere Kunden äußerst effizient und in einer ergonomisch beispielhaften Weise.
Die Nutzung des mathematischen Prinzips hat noch einen weiteren Vorteil. Gemäß des Thalessatzes funktioniert das Prinzip nach einem 3 Punkte System. Das heißt die Führung des Werkstückes erfolgt nicht am Mittelpunkt, sondern an der Spannweite. Das hat zur Folge, das wir bei Segrnentbögen unabhängig von Radius arbeiten und große Radien problemlos zu fertigen sind.
Weitere Einzelheiten erhalten Sie unter den folgenden Menüpunkten.

 
  Dierk Söder/ Tischlermeister, auf dem Messestand (Ligna 2001)
Dierk Söder / Tischlermeister, auf dem Messestand (Ligna 2001)
 

 

Ziele

Ziel der Gründung des Unternehmens für Produktenwicklung, ist die Herstellung von praktischen Vorrichtungen zur Arbeitserleichterung an Holzbearbeitungsmaschinen. Die Hauptaufgabe besteht darin, für unbefriedigte Kundenbedürfnisse Lösungen zu schaffen, die dem Anwender einen besonderen Nutzen bieten.

Dabei beschäftigt sich ProTus mit der Umwandlung von einfachen Lösungsansätzen in innovative Produkte. Das Ziel ist nicht nur dem handwerklichen Anspruch zu genügen, sondern die Komponente Design mit einfließen zu lassen. Neben der Formgebung rundet die Qualität und die Effizienz die Produkte ab.
 

 

Geschichte

Das Unternehmen ProTus/ Produktentwicklung wurde am 9.11.1998 vom Tischlermeister Dierk Söder gegründet. Schon in seiner Ausbildungszeit als Tischlerlehrling im Fensterbaubetrieb seines Onkels befasste er sich mit dem Gedanken, den aufwendigen Schablonenbau für runde Fenster und Türen durch zur Hilfenahme eines mathematischen Prinzips mit einer praktischen Vorrichtung zu umgehen. Dierk Söder, geboren am 12.08.1966 in Walsrode, schloss im Jahre 1986 seine Gesellenprüfung vor der Tischlerinnung in Walsrode erfolgreich ab. In den folgenden Jahren arbeitete er als Geselle in verschiedenen Betrieben des Umkreises. Während der Gesellentätigkeit baute er mehrere Vorrichtungen aus Holz, die die Funktion seiner Idee beweisen sollten. 1997 legte er vor der Handwerkskammer Hildesheim die Meisterprüfung ab. Die Prüfung zum „Betriebswirt des Handwerks“ erfolgte 1998 vor der Handwerkskammer Oldenburg.


  HolzmodellHolzmodell
Holzmodelle beweisen die Funktion des Lösungsgedanken.
 

Nach einer über einjährigen Entwicklungszeit einer praxisgerechten Vorrichtung aus Metall, erfolgte die erste Präsentation eines Prototyps des Bogenfräsanschlages „bogus“ im Herbst 1999 auf der „Holztek“ in Ulm. Die ersten Serienmodelle wurden im September 2000 ausgeliefert.

 

 
 
Bundespreis